Sellerie

Sellerie
Eppich; Zeller (österr.)

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Sel|le|rie ['zɛləri], der; -s, -[s] und die; -, -, (österr.) -n:
a) Pflanze mit gefiederten, dunkelgrünen, aromatisch duftenden Blättern und einer als dicke Knolle ausgebildeten Wurzel:
Sellerie anbauen.
b) für Gemüse, Salat u. Ä. verwendete dicke weiße Knolle des Selleries (a):
einen/eine Sellerie kaufen.
c) als Gemüse verwendete, zu verwendende Knollen des Selleries (a): ein Kilo Sellerie; zu dem Fleisch gab es Sellerie.

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Sẹl|le|rie 〈m. 6 oder f. 19Doldengewächs, dessen Knollen als Gewürz, Salat u. Gemüse verwendet werden: Apium [<ital. selleri, Pl. zu sellero, frz. céleri <lat. selinum <grch. selinon „Eppich“; → Petersilie]

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Sel|le|rie ['zɛləri , österr. auch: …'ri: ], der; -s, -[s] od. (österr. auch:) die; -, - u. (österr.:) -n [ital. (lombardisch) selleri, Pl. von: sellero < spätlat. selinon < griech. sélinon = Eppich]:
Pflanze mit gefiederten, dunkelgrünen, aromatisch duftenden Blättern u. einer als (essbare) Knolle ausgebildeten Wurzel.

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Sẹllerie
 
[italienisch (lombardisch) selleri, Plural von sellero, dies über spätlateinisch selinon von gleichbedeutend griechisch sélinon] der, -s/-(s) oder (österreichisch nur) die, -/- und (österreichisch) -n, Apium, Gattung der Doldenblütler mit etwa 20 Arten in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel sowie in den tropischen Gebirgen, nur eine Art auf der Südhalbkugel; einjährige, zweijährige oder ausdauernde Kräuter mit wechselständigen, einfach gefiederten Blättern und grünlich weißen Blüten. Eine seit langer Zeit als Nutz- und Heilpflanze bekannte, fast über die ganze Erde verbreitete Art ist der Echte Sellerie (Apium graveolens), eine v. a. auf Salzböden vorkommende, zweijährige Pflanze mit 0,6-1 m hohen Stängeln, lang gestielten, gefiederten Grund- und dreizähligen Stängelblättern mit rauten- oder keilförmigen Blattfiedern und sechs- bis zwölfstrahligen Doppeldolden aus gelblich weißen oder grünlichen Blüten. Alle Teile des Echten Selleries enthalten ein stark aromatisch duftendes und schmeckendes ätherisches Öl (das aus Selleriesamen gewonnene Selleriesamenöl enthält neben mehreren speziellen Aroma gebenden Substanzen bis 60 % D-Limonen; es wird v. a. in der Nahrungsmittelindustrie verwendet). Echter Sellerie wird in zahlreichen Sorten angebaut: Schnittsellerie (Apium graveolens var. secalinum; mit krausen Blättern; für Suppengrün), Bleichsellerie (Stielsellerie, Stangensellerie, Apium graveolens var. dulce; mit verlängerten, fleischigen Blattstielen, die als Salat und Gemüse gegessen werden) und v. a. Knollensellerie (Wurzelsellerie, Apium graveolens var. rapaceum), mit bis rd. 20 cm dicker, essbarer, knollenartiger Wurzel; diese wird für Salate, Gemüse sowie als Suppengewürz verwendet.
 
 
Im alten Ägypten wurden Verstorbenen Blätter und Blüten von wild wachsendem Sellerie beigegeben. Als Wildpflanze erwähnt ihn u. a. Homers »Odyssee«. Von den Griechen »selinon« (Theophrast, Dioskurides u. a.), den Römern »apium« (Columella, Plinius der Ältere u. a.) genannt, war er dem Gott der Unterwelt geweiht. Grabhügel wurden oft mit Sellerie bepflanzt, Grabmäler mit Sellerieblättern bekränzt. Die nach dem Sellerie benannte Stadt Selinunt führte schon um 480 v. Chr. ein Sellerieblatt als Münzbild. Dem spanisch-arabischen Gelehrten Ibn Alawam (Ende 12. Jahrhundert) zufolge war er im 3.-2. Jahrhundert v. Chr. eine Kulturpflanze der Nabatäer. Als Kulturpflanze gelangte der Sellerie im frühen Mittelalter nach Mitteleuropa. Im »Capitulare de villis« Karls des Großen (um 794) und im Klosterplan von Sankt Gallen (um 800) ist er als »apium« erwähnt. Nach L. Fuchs (1534) wurden Blätter und Blüten arzneilich verwendet. In den meisten Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts erwähnt, blieb sein Anbau jedoch auf Gärten von Klöstern und Edelhöfen beschränkt. Allgemein angepflanzt wurde er seit dem 18. Jahrhundert Im Volksglauben galt der Genuss von Sellerie als Aphrodisiakum für den Mann.
 

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Sel|le|rie ['zɛləri, österr.: ...'ri:], der; -s, -[s] od. (österr. auch:) die; -, - u. (österr.:) -n [ital. (lombardisch) selleri, Pl. von: sellero < spätlat. selinon < griech. sélinon = Eppich]: Pflanze mit gefiederten, dunkelgrünen, aromatisch duftenden Blättern u. einer als (essbare) Knolle ausgebildeten Wurzel.

Universal-Lexikon. 2012.

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